Gewöhnlicher Blutweiderich
Lythrum salicaria
Blütezeit: Juni-September, schnittgeeignet
Standort: sonnig - Halbschattig
Wuchshöhe: 80-180 cm
Boden: frisch-feucht, nähstoffreich
Raupenfutterpflanze für Schmetterlinge (z.B. Kleiner Fuchs, Faulbaum-Bläuling), Schwärmer und Eulen. Nahrungspflanze für Bienen (Langhorn-, Sägehorn-, Furchen- und Mauerbienen)
Gewöhnlicher Blutweiderich
Lythrum salicaria
Wunderbarer Spätblüher für wechselfeuchte Bereiche im Garten
Blutweiderich leuchtet an Teichen und Gräben im Sommer und Spätsommer, also dann, wenn die Hochblüte unserer Flora längst vorbei ist. Wer die schöne Pflanze mit den hochaufragenden Blütenständen in der Sumpfzone des Teiches gepflanzt hat, wird bald den einen oder anderen Sämling in benachbarten Beeten beobachten können.
Blutweiderich wächst in der Natur an wechselfeuchten Standorten und so können wir Sämlinge auch im eher trockenen Blumenkasten oder sogar auf einer nahen Dachbegrünung finden. So ist diese Pflanze eine willkommene Ergänzung in Staudenrabatten. Blutweiderich schmückt diese Beete übrigens auch noch lange, nachdem er verblüht ist: im Herbst verfärben sich die Blätter gelb-orange-rot und die aufrechten Stängel bleiben im Winter und darüber hinaus als schmückende Wintersteher und Lebensraum für Wildbienen und andere Stängelbewohner im Beet stehen.
Gewöhnlicher Blutweiderich
Lythrum salicaria
Für unsere Insekten....
Die herbstlich gefärbten Blätter weisen übrigens oft kleine Löcher auf. Das ist weder ästhetisch noch für die Pflanze ein Problem, zeigt aber ihren ökologischen Wert: Zahlreiche Schmetterlingsraupen knabbern hier, Forschende beobachteten 19 verschiedene Arten. Auch bei Käfern ist die Pflanze beliebt, so wurden 8 Blattkäferarten, 4 Rüsselkäfer und 9 Zwergrüssler nachgewiesen, zum Beispiel der grün glänzende Flohkäfer Altica lythri.
Gewöhnlicher Blutweiderich
Lythrum salicaria
Altbewährte Heilpflanze
Schon im Altertum wurde die Pflanze als Heilpflanze genutzt, zum Beispiel als Tee bei Durchfall und anderen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, aber auch äußerlich zur Förderung der Wundheilung. Aktuelle Laboruntersuchungen zeigen eine Wirkung gegen Krebszellen und Bakterien. So wird die Pflanze demnächst vielleicht auch in der modernen Medizin eingesetzt werden.