Wald-Storchschnabel
Geranium sylvaticum

Blütezeit: Juni-August, schnittgeeignet 

Standort: absonnig - halbschattig

Wuchshöhe: 50cm

Boden: Mäßig trocken bis frisch, humusreich

Besonderheit: Schnittgeeignet, Nektarpflanze für Käfer, Kleininsekten und Schmetterlinge. Nahrungspflanze für Sandbienen und Rotbeinige Furchenbiene.

Wald-Storchschnabel
Geranium sylvaticum

Blüte, Habitus
Geranium sylvaticum ist eine der vielen gartenwürdigen Arten der Gattung Geranium. Mit seinen zahlreichen, wunderschönen rotblauvioletten Blüten mit charakteristischer weißer Mitte schmückt der Wald-Storchschnabel jeden Garten. Die attraktiven fünf- bis siebenteiligen, dunkelgrünen Blätter des Wald-Storchschnabels lässt die Pflanze kuppelförmig erscheinen, die Blätter können sich im Herbst rot verfärben. Darüber erheben sich auf aufrechten Stielen leuchtend blauvioletten Blüten über einen langen Zeitraum über die Sommermonate hinweg. Ein bodennaher Rückschnitt nach der Blüte kann zum Remontieren führen. Lässt man Geranium sylvaticum aussamen, bilden sich oft Pflanzen mit unterschiedlichen Blütenfarben.

Wald-Storchschnabel
Geranium sylvaticum

Standort, Boden
Geranium sylvaticum wächst auf mäßig trockenen bis frischen, bis feuchten, durchlässigen Standorten als Solitärpflanze oder in lockeren Gruppen. Er eignet sich für Naturgarten- und Staudenbeete, besonders auch als Zwischenpflanzung von hohen Stauden, aber auch als Bodendecker und um Lücken zu schließen sowie als Randbepflanzung im Vordergrund. Er bevorzugt humose Böden und halbschattige Lagen, auch in schattigen Bereichen, um Gehölze herum fühlt er sich wohl.

Wald-Storchschnabel
Geranium sylvaticum

Biologischer Wert
Mehrere Wildbienenarten ziehen mit dem Nektar und dem Pollen von Geranium sylvaticum ihre Brut auf. Der Wald-Storchschnabel wird bevorzugt auch von Raubfliegen bestäubt (Raubfliegen sind Jagdfliegen, die sich besonders auch von anderen Insekten ernähren). Bis zu vier Raupenarten (davon eine spezialisierte Art) fressen an ihm. Es wird zudem von bis zu fünf Schwebfliegen- und bis zu drei Schmetterlingsarten angeflogen.

Besonderheiten
Storchschnäbel verteilen ihre Samen, indem sie sie mittels eines speziellen Schleudermechanismus verstreuen. Dieser wird z.B. durch herumstreifende Tiere ausgelöst. Die behaarten Blütenstängel hindern jene Insekten am Heraufklettern, die zu klein für die Bestäubung sind. Die Wurzeln werden genutzt, um Wolle gelb zu färben.