Gewöhnlicher Wasserdost
Eupatorium cannabium

Blütezeit: Juli - Sept.

Standort: sonnig - 

schattig

Wuchshöhe: 120cm

Boden: nährstoffreich, mäßig trocken, frisch-feucht

Schöner Fruchtschmuck, gut selbstaussäend. Raupenfutter- und Nektarpflanze für zahlreiche Spanner, Eulenfalter, Spinner (z.B. Russischer Bär) und Tagfalter (z.B. Distelfalter, Admiral, div. Bläulinge) Nahrungspflanze für Schwebfliegen und die Auen-Schenkelbiene

Gewöhnlicher Wasserdost
Eupatorium cannabium

Gigant am Wasser

Der Wasserdost bildet große, bis zu zwei Meter hohe »Büsche« und wirkt dadurch im Sommer fast wie ein Gehölz. Als Korbblütler gehört er zur Verwandtschaft von Löwenzahn und Habichtskraut. Das wird sichtbar, wenn die Pflanze Samen bildet: Wie die Pusteblumen haben sie einen Haarschirm und werden vom Wind verweht. Wenn es im Garten viel offenen, nährstoffreichen Boden gibt, müssen wir mit zahlreichen Nachkommen rechnen. 

Im eingewachsenen naturnahen Garten ist der Boden aber überall bedeckt, dadurch wird sich die Verbreitung des Wasserdosts in Grenzen halten. 

Gewöhnlicher Wasserdost
Eupatorium cannabium

Alte Heilpflanze
 Früher wurden die immunanregenden Inhaltsstoffe des Wasserdosts zur Behandlung von Fieber, Erkältungen oder Rheuma eingesetzt. Da er aber auch Leber gefährdende Pyrrolizidinalkaloide enthält, wird er heute nicht mehr verwendet.


Gewöhnlicher Wasserdost
Eupatorium cannabium

Top Schmetterlingsmagnet!

Wenn der Wasserdost im späten Sommer blüht, ist er umschwirrt von zahlreichen Insekten, neben Hummeln und Schwebfliegen flattern hier vor allem Schmetterlinge, 35 verschiedene Arten wurden beobachtet. Neben Kohlweißlingen und Tagpfauenaugen tauchen gelegentlich auch seltene Arten auf: Der Kaisermantel (Argynnis paphia) wird magisch vom Wasserdost angezogen und die besonders schöne und geschützte Spanische Flagge (Euplagia quadripunctaria), auch Russischer Bär genannt, besucht fast ausschließlich Wasserdost. Sie kann auch regelmäßig in Gärten beobachtet werden. 

Von den Blättern, Stängeln und Blüten ernähren sich zahlreiche Pflanzen fressende Insektenlarven, allein 8 verschiedene Arten Minierfliegen fanden Forschende sowie die Raupen von 21 Schmetterlingsarten. So ist der Wasserdost eine gut Alternative zum potentiell invasiven Schmetterlingsflieder, der zwar auch viele Falter anzieht, auf dem Forschende aber nur die Larven von halb so viel Insektenarten fanden.