Großer Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis 


Blütenfarbe: Weinrot
Wuchs: Horstig, aufrecht - straff aufrecht
Blütezeit: Juni-August

Standort: sonnig-Halbschatten
Wuchshöhe: 60-110cm

Boden: frisch-feucht, nährstoffreich, auch Magerwiesen

Schnittgeeignet, Nektarpflanze für Kleininsekten, Raupenfutterpflanze für Brombeerspinner.

Großer Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis

Hoch oben schweben die Blütenstände
Wie kleine braunrote längliche Bälle schweben die Blütenstände des Großen Wiesenknopfs im Hochsommer über den immer seltener werdenden feuchten Wiesen und Weiden. Im Garten bringt diese außergewöhnliche Form und Farbe einen besonderen Aspekt in unsere Pflanzungen. Die Pflanzen wirken besonders gut, wenn sie in größeren Gruppen oder Bändern gepflanzt werden, zum Beispiel im Kontrast zu den fein ziselierten Blütenständen der Doldenblütler, oder auch mit den markanten Blütenständen des Schlangen-Knöterichs

Großer Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis

In der Wildkräuterküche
Als Rosengewächs  ist der Wiesenknopf in der Wildkräuterküche beliebt, Blätter und Blüten haben ein gurkenschalenartiges Aroma, die getrocknete Wurzel kann zum Aromatisieren von Gemüse und Spirituosen verwendet werden. Die Inhaltsstoffe der Pflanze wirken antibakteriell und schmerzlindernd. Tee aus Wiesenknopf wird für Frühjahrskuren und zur Unterstützung der Verdauung empfohlen. In der mittelalterlichen Medizin wurde die rote Farbe der Blüte als Hinweis auf die blutstillende Wirkung aufgefasst, und so wirkt die Pflanze tatsächlich.

Großer Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis

Für unsere Insekten
Der Große Wiesenknopf ist in Naturschutzkreisen berühmt - und begehrt- weil er die Futterpflanze der Raupen der bedrohten Ameisenbläulinge (Maculinea) ist. Deren Larven werden von Ameisen in ihre Nester eingetragen und dort „irrtümlich“ großgezogen. Ameisenbläulinge werden in unseren Gärten auf Grund ihrer Seltenheit und ihrer speziellen Standortansprüche kaum auftauchen, aber vielleicht einer der anderen Falter, deren Raupen am Wiesenknopf knabbern. Forschende fanden 26 verschiedene Arten. Beliebt ist der Wiesenknopf auch bei Blattwespen, da sind 6 Arten festgestellt worden. Die Blattwespe Pristiphora nigricans wurde bisher nur auf dem Großen Wiesenknopf gefunden.