Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Succisa pratensis

Blütezeit: Juli-September

Standort: sonnig-
halbschattig

Wuchshöhe: 60cm

Boden: Frisch - feucht, gern wechselfeuchte Tonböden, auch magere Standorte 

Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Succisa pratensis

Blüten schweben über dem Beet
Ähnlich wie der Große Wiesenknopf hat auch der Gewöhnliche Teufelsabbiss ein bis zwei Zentimeter große kugelförmige Blütenstände, die über dem Beet schweben. Sie sind jedoch nicht braunrot, sondern von blauvioletter Farbe. Wir können die beiden Arten also gut kombinieren. Die großen lanzettlichen Blätter des Teufelsabbiss liegen in einer ansehnlichen Rosette fast dem Boden auf und sind auch im Winter grün. Als eher konkurrenzschwache Pflanze sollte Teufelsabbiss nicht mit ausläuferbildenen Arten kombiniert werden.


Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Succisa pratensis

Hat da der Teufel von der Wurzel abgebissen?

Der Name „Teufelsabbiss“ stammt daher, dass die verdickten Wurzeln, die „Rhizome“, von unten absterben und dann wie abgebissen aussehen. Das konnte wohl nur der Teufel da unten in der Erde gemacht haben? In der Magie früherer Zeiten war der Teufelsabbiss eine wichtige Zauberpflanze, das getrocknete Rhizom wurde zur Abwehr böser Geister als Amulett getragen oder im Stall aufgehängt.


Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Succisa pratensis

Aus der Kräuterapotheke

Aber auch Heilkundige verwendeten die Pflanze zur Blutreinigung und bei Atemwegserkrankungen. Zarte junge Blätter und die Blüten können die Wildkräuterküche bereichern.


Gewöhnlicher Teufelsabbiss
Succisa pratensis

Für unsere Tiere

Einige Wildbienen sammeln Pollen an den Blüten, darunter zwei oligolektische Arten. Die Raupen des Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) fressen auf Trockenrasen an der mit Teufelsabbiss verwandten Tauben-Skabiose, in Feuchtgebieten hingegen am Teufelsabbiss. Leider gehen die Bestände beider Futterpflanzen zurück, weil Feuchtgebiete entwässert und Trockenrasen aufgeforstet oder aufgedüngt wurden. So ist der Falter ist inzwischen vom Aussterben bedroht. Er wird kaum in unsere Gärten finden, aber vielleicht die noch häufige Gamma-Eule (Autographa gamma), deren Raupen auch am Teufelsabbiss knabbern, eine weitere der 16 Falterarten, deren Raupen an der Art Futter finden.