Cardamine pratensis
Wiesen-Schaumkraut
Blütezeit: April - Juni
Standort: sonnig-halbschattig
Wuchshöhe: 30 cm
Boden: Nährstoffreich, feucht
Cardamine pratensis
Wiesen-Schaumkraut
Kinderstube des Aurora-Falters
Früher war das Wiesenschaumkraut auf feuchtem Grünland weit verbreitet, heute ist es nur noch dort zu finden, wo nicht zu intensiv gewirtschaftet wird. Über den Pflanzen fallen manchmal die weiß-orangen Männchen des Aurorafalters auf. Die oberseits weißen Weibchen sind leicht mit anderen Arten der Weißlinge wie dem Kohlweißling zu verwechseln, aber an der grün marmorierten Flügelunterseite gut zu erkennen. Sie legen ihre Eier einzeln an die Blütenstiele der Futterpflanzen. Die Raupen verpuppen sich an den Stängeln der Wirtspflanzen und schlüpfen erst im April des nächsten Jahres - wenn die Stängel nicht einer Mahd oder einem Rückschnitt zum Opfer gefallen sind.
In Staudenbeeten ist es besonders einfach, die verblühten Stängel einfach stehen zu lassen, dann schlüpfen die Falter und die kurzlebige Art kann sich aussäen. Sie taucht dann mal hier und mal dort auf, ohne lästig zu werden. Ihre blassrosa Blüten harmonieren sehr gut mit anderen frühblühenden Arten, vor allem, wenn diese in Blau- oder Rottönen blühen.
Cardamine pratensis
Wiesen-Schaumkraut
Nicht nur die Raupen des Aurorafalters finden auf Wiesenschaumkraut ihre Nahrung, sondern auch drei weitere Weißlings-Arten. Außerdem knabbern hier noch weitere Krabbeltiere, zum Beispiel 4 Blattkäferarten, 6 Rüsselkäferarten und 1 Glanzkäferart. Der Wildbienenforscher Paul Westrich beobachtete 19 pollensammelnde Wildbienenarten auf den Blüten.
Cardamine pratensis
Wiesen-Schaumkraut
Wildkräuterküche
Wiesenschaumkraut ist als Kreuzblütler mit dem Senf verwandt und enthält ähnliche Inhaltsstoffe. In der Wildkräuterküche wird der scharfe Geschmack der jungen Blätter und Blüten in Salaten, Kräuterquark und Frühjahrssuppen geschätzt. Übrigens enthalten die Pflanzen auch viel Vitamin C. Heilkundige setzen die Pflanze, ähnlich wie Senf, zur Anregung der Verdauung, bei Bronchialinfekten und bei rheumatischen Erkrankungen ein.